Grüße vom Gate

Grüße vom Gate

Genauer gesagt: Grüße aus Paris. Hier warte ich gerade auf meinen Anschlussflug nach Cancun in Mexiko. Am Flughafen Charles de Gaulle war ich auch schon desöfteren. Zum Beispiel auf meinen Wegen nach und von Südafrika. Mittlerweile bin ich schon an so vielen Flughäfen gewesen, dass ich manchmal ein bisschen den Überblick verliere. Aber der hier kommt mir bekannt vor. Ich bin zwar auf dem Weg zum Anschlussflug zweimal in die falsche Richtung gewandert, aber das ist dem Schlafmangel geschuldet.

Ich finde die Hinreise ja immer recht mühsam. Meistens habe ich bis zuletzt gearbeitet und bin dementsprechend platt. Das ist zwar diesmal nicht der Fall, aber der Fakt, dass heute der 1. Januar ist, hat natürlich nicht unbedingt geholfen 🙂 Auch wenn ich sehr zivilisiert Silvester gefeiert habe.

Allerdings stand ich um ein Uhr nachts noch mit der Stirnlampe im Keller, weil ich doch noch eine bestimmte Shorts plötzlich mitnehmen wollte. Eigentlich war sie von mir bereits mit vielen anderen Dingen in mehreren Umzugskisten gepackt und in den Keller gehievt worden. Und drei Stunden später kam bereits mein Taxi zum Flughafen (übrigens das erste Mal in meinem Leben, dass ich privat mit dem Taxi zum Flughafen fahre, aber man muss sich das Leben ja nicht schwerer machen als es ist.).

Aber meine Reise ist heute sogar recht übersichtlich. Nur zwei Flüge, insgesamt 18 Stunden (Danke Isabel für die Flugrecherche!). Das ist auch kein Usus. Ich weiß noch, wie ich vor zwei Jahren aus Bolivien zurückflog. Mit einem Magen-Darm-Virus. Von La Paz nach Lima. Von Lima nach Panama City. Von Panama nach Frankfurt und zuletzt nach München. Insgesamt 30 Stunden war ich unterwegs. Es geht also immer schlimmer (ein gutes Motto für die Reise und das Leben generell).

Nun sitze ich also hier in Paris und warte darauf, dass mein Abenteuer beginnt. Kurz hat sich auch meine mir bereits vertraute Gate-Panik eingestellt. Wenn ich am Gate sitze, realisiere ich immer erst, was ich eigentlich im Begriff bin, zu tun. Und denke mir: „Oh Gott!“ Aber das kenne ich ja mittlerweile.

Und ich muss sagen: Sich mal wieder den Rucksack überzuwerfen tut gut. Da fühle ich mich in meinem Element. Übrigens beginnen auch all meine Reise-Tagebücher am Abflug-Gate. Und sie enden auch wieder dort – wenn ich am Ende meiner Reise bin. Finanziell ärmer, aber so viel reicher an Erfahrungen, Eindrücken und Erinnerungen.

Und ich hoffe, dass ich in vier Monaten genau so von meiner ersten Reise zurückkomme: Gesund, erfüllt und glücklich. Im Gepäck habe ich auf jeden Fall Briefe von meinen Freunden und ein Marzipan-Glücksschwein von meinem Papa (mal sehen, wie lange das überlebt).

Möge das Abenteuer beginnen!

4 Gedanken zu „Grüße vom Gate

  1. Liebe Bel, wir und speziell ich vermissen Dich jetzt schon. Ich hoffe, ich bekomme das mit der Achilles Facebook Seite auch imm er gut hin…. Für die ersten 4 Monate ganz tolle Erfahrungen, stets Gesundheit und imm er neue Bekanntschaften, die es gut mit Dir meinen. Vielleicht ergibt sich im Spätsommer die Möglichkeit, dass ich eine Woche nach Malle komme und bei Dir das Tauchen erlerne oder vertiefe… Auf jeden Fall alles Gute in 2020! LG Michael J.

    1. Lustig, meine Eltern waren auch schon in dem Hotel und waren ebenfalls total begeistert. Ich bin mit der Bahn nur dran vorbeigefahren.

      Huh, Klettersteig, sowas bin ich bisher aus dem Weg gegangen. Aber vielleicht sollte ich es mal probieren 🙂

      Und tauchen: unbedingt!

  2. Happy new year und alles Gute für den ersten Teil der Reise. Bin schon neugierig was du berichtest. Ich freue mich für dich und nimm gerne Teil an deinen Berichten. Dickes Bussi aus Wien! Happy new 2020🍀✨🎉🐖🥂Gudrun

  3. Hallo Bärbel,
    du hast es wirklich getan :-).
    Da ich schon länger nichts mehr von dir gehört habe, dachte ich mir, ich schau mal wieder auf deinen Blog und sehe da, seit deinem letzten Arbeitstag ist einiges passiert.
    Ich wünsche dir einen super Start in dein aufregendes und ereignisreiches Jahr. Viele spannende Begegnungen, tolle Erlebnisse mit Land, Leuten und der Natur und natürlich viel Zeit für dich selbst zum Nachdenken, Reflektieren und Neuorientieren.
    Ich freu mich auf viele Bericht in deinem Blog.
    VLG Sonja

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